November 2011 Archive

Mittwoch, 23.11.11

Statistische Analyse und die Absätze der Damenschuhmode

439102_R_by_Rike_pixelio.de.jpgWie hoch lassen sich stilbewusste Frauen in der kommenden Saison von ihren High-Heels tragen? Diese Frage beschäftigt alljährlich die gesamte Modewelt. Eine präzise Antwort darauf kommt jetzt aus einer völlig unerwarteten Richtung: Mit Hilfe intelligenter Analyse-Software hat IBM Millionen von Beiträgen und Kommentaren der äußerst lebhaften Mode-Community ausgewertet. Das überraschende Ergebnis: Nächste Saison werden die Absätze der Damenschuhe wieder niedriger.

Überraschend ist das Ergebnis aus mehreren Gründen: Da ist zum einen das Phänomen, dass Frauen gerade in Krisenzeiten lieber hohe Absätze tragen. Dieser Trend bestätigt sich bereits seit über 100 Jahren. Ob zu Zeiten der Großen Depression, der Ölkrise in den 70ern oder nach dem Platzen der Dot-Com-Blase - wann immer es wirtschaftlich bergab ging, ließen sich die Damen gerne von ihren High-Heels der sich eintrübenden Realität entheben.
Zum anderen ist da die Art und Weise, wie Mode-Trends in Zeiten von Facebook, Twitter und Co gemacht werden: Mittlerweile sind es weniger die anerkannten Branchen-Auguren, die die Richtung vorhersagen. Stattdessen haben Mode-Blogger das Heft in die Hand genommen und erzeugen die Trends in der Diskussion mit ihrer Community. Diese Inhalte lassen sich mit Hilfe semantischer Analyse auswerten, um die Trends von morgen zu erfahren, wie es IBM bezüglich der High-Heels-Höhe getan hat.

Bild © Rike / pixelio.de

Dienstag, 15.11.11

General Online Research Konferenz (GOR 12) vom 5. bis 7. März 2012 in Mannheim

Die General Online Research Konferenz (GOR 12) findet 2012 vom 5. bis 7. März in Mannheim statt, und zwar zum ersten Mal an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Die dreitägige Veranstaltung läuft vom 5. bis 7. März 2012 und wird wieder aus einem Vortrags- und Workshop-Programm bestehen. So soll zum einen der Status Quo der Online-Forschung unter der Fragestellung diskutiert werden: Welche aktuellen Ergebnisse gibt es zu Themen der Methodik oder der angewandten Marktforschung?

Einen weiteren Schwerpunkt der Konferenz werden neue Entwicklungen und Forschungsmethoden in den Feldern Social Media, Soziale Netzwerke und Zivilgesellschaft bilden. Neben klassischen Vorträgen und Posterpräsentationen wird es im kommenden Jahr zum ersten Mal auch ein sogenanntes GORcamp geben, in dem im Anschluss von Kurzvorträgen aktuelle Themen der Online-Forschung diskutiert werden. Erwartet werden rund 300 internationale Forscher aus Hochschulen, Instituten und Unternehmen. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung DGOF

Freitag, 4.11.11

Jetzt gibt es ein Gütesiegel der Markt- und Sozialforschung

Die Initiative Markt- und Sozialforschung wird zukünftig ein Gütesiegel als Signal für wissenschaftliche seriöse Markt- und Sozialforschung heraus geben. Mehrere Studien hatten nämlich belegt, dass eine breite Mehrheit ein Gütesiegel als Signal für wissenschaftliche seriöse Markt- und Sozialforschung begrüßt.

Zuletzt hatte eine IMSF-Onlineumfrage, die im August 2011 mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) durchgeführt wurde, bestätigt, dass 85 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren es sehr gut bzw. gut finden, dass die Initiative Markt- und Sozialforschung mit einem Gütesiegel den Verbrauchern signalisiert: "Hier handelt es sich um seriöse Marktforschung." Befragt wurden dabei 1549 Personen.

Auch in einer bevölkerungsrepräsentativen Telefonumfrage, die die Initiative Markt- und Sozialforschung im August/September 2011 mit Unterstützung von abs Marktforschung durchgeführt hat, zeigt sich der Wunsch der Bevölkerung nach einem Erkennungszeichen für seriöse Markt- und Sozialforschung: sechs von zehn Befragten finden danach ein Gütesiegel, das seriöse Marktforschung signalisiert, generell sehr gut bzw. gut.

Folgende Kriterien wurden als diejenigen identifiziert, die für Befragte ausschlaggebend sind für eine Teilnahme sind: Datenschutzgarantie, Anonymität des Befragten und dass man aufgrund der Umfrage keine Werbung erhält.

Als Siegel fungieren nun die Marken der Initiative Markt- und Sozialforschung (Wort-/Bildmarke, Hörmarke und Wortmarke). Nutzungsberechtigt werden nur solche Markt- und Sozialforschungsinstitute sein, die nach den Standards und Richtlinien der deutschen Markt- und Sozialforschung arbeiten. Das bedeutet auch, dass diese Institute für die Einhaltung der drei für die Teilnahmebereitschaft der Bevölkerung entscheidenden Merkmale stehen: Erstens Datenschutzgarantie, zweitens keine Verknüpfung der Umfrage mit Werbung und drittens Anonymität des Befragten.

Quelle: http://www.marktforschung.de

Februar 2012

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